Müssen alle Kitas für die interne Evaluation den „roten Ordner“ der SenBWF benutzen?
Nein, es besteht keine Verpflichtung, diese Materialien zu nutzen. Ihre Anwendung wird empfohlen. Die interne Evaluation kann so unmittelbar entlang der Qualitätskriterien des Berliner Bildungsprogramms erfolgen. Das unterstützt die Vergleichbarkeit und den fachlichen Dialog zwischen den Kitas.
Verschiedene Träger und Verbände haben bereits eigene Qualitätsentwicklungsverfahren – und damit eigene interne Evaluationsverfahren – in die Praxis ihrer Kitas eingeführt. Grundsätzlich ist es möglich, dass diese Verfahren und die dazu eingeführten Instrumente auch für die interne Evaluation der Arbeit nach dem Bildungsprogramm genutzt werden.
Allerdings müssen hierfür zwei Voraussetzungen gegeben sein:
- Die den angewandten Verfahren zugrundeliegenden Qualitätskriterienkataloge müssen die wesentlichen Qualitätskriterien zur Arbeit mit dem Bildungsprogramm enthalten. Nur so ist – wie von der QVTAG gefordert – eine Evaluation anhand der Kriterien des Bildungsprogramms möglich.
- Die angewandten Instrumente müssen alle in der Kita tätigen Erzieherinnen zu Wort kommen lassen. Nur so ist eine gemeinsame fachliche Entwicklung des Gesamtteams zu erreichen.
Sofern ein Träger ein anderes als das durch die SenBWF-Materialien beschriebene Qualitätsentwicklungsverfahren nutzt, muss er die für dieses Verfahren geltenden Qualitätskriterien daraufhin prüfen, ob und inwieweit sie denen für die Arbeit mit dem Bildungsprogramm entsprechen. Gegebenenfalls sollten sie ergänzt oder korrigiert werden. Diese Überprüfung empfiehlt sich auch in Hinblick auf die externe Evaluation, die sich gleichfalls an den Qualitätskriterien zum Bildungsprogramm orientieren.
Wird die interne Evaluation mit den vorliegenden SenBWF-Materialien durchgeführt, können die Teams im Kontext ihrer Situation entscheiden, mit welchen Aufgabenbereichen sie beginnen wollen und welche Schwerpunkte sie setzen wollen.

