ektimo

Angebot für externe Evaluationen zum Berliner Bildungsprogramm
für Kinder in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt (BBP) -
gemäß den Anforderungen der QVTAG (Qualitätsvereinbarung
Tageseinrichtungen) in der Fassung vom Mai 2008
Download des Angebots: ektimo - Angebot externe Evaluation
1. Allgemeine Angaben zum Anbieter der externen Evaluationen
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ektimo - Gesellschaft für Evaluation in Kindertageseinrichtungen GbR
Gesellschafter:
Dipl. Päd. Stefani Boldaz-Hahn
Dipl. Psych. Ulla Lindemann
Dipl. Päd. Michael Priebe
Website: www.ektimo.org ....... Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Verantwortliche/r Ansprechpartner/in für externe Evaluationen zum BBP:
Dipl. Päd. Michael Priebe
ektimo GbR, Arndtstr. 15, 10965 Berlin
Telefon: 030/ 20647017 Email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
2. Allgemeine Angaben zum Evaluationsverfahren
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Bezeichnung des Verfahrens:
INA-BBP
Verfahren der INTERNATIONALEN AKADEMIE für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie an der Freien Universität Berlin (INA gGmbH) zur externen Evaluation zum Berliner Bildungsprogramm
- Arbeitsfeldspezifisch für Tageseinrichtungen für Kinder: ja x nein O
- Verknüpfung mit bestimmten Zertifizierungsrichtlinien: ja O nein x
- Trägerunabhängig? ja x nein O
3. Kurze Erläuterung des Evaluationsverständnisses
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Ziele der Evaluation
Die Vereinbarung über die Qualitätsentwicklung in Berliner Kindertagesstätten sieht vor, dass die Innensicht der Erzieherinnen im Rahmen der internen Evaluation durch die Außensicht der externen Evaluation ergänzt wird. Die externe Evaluation verfolgt nicht allein das Ziel, die erreichte Qualität festzustellen. Auf der Grundlage einer wertschätzenden Erhebung des bisherigen Standes wird vielmehr darauf abgezielt, mit der kritisch-konstruktiven Außenperspektive weitere qualitätsfördernde Prozesse zu initiieren. Damit ist die externe Evaluation für jede Kita eine passgenaue Unterstützung. Den Kindertageseinrichtungen, die an einer solchen Evaluation teilnehmen, wird ein Zertifikat ausgestellt.
Verfahren
Der Träger und die Kita werden vor der externen Evaluation über die Ziele, die Instrumente und den Ablauf des gesamten Verfahrens informiert. Der Evaluationsprozess wird transparent gestaltet, indem die Evaluationsmaßstäbe offen gelegt werden.
Der inhaltlich-konzeptionelle Hintergrund und Bezugspunkt der Qualitätsansprüche und der Evaluationsverfahren ist - wie bei der internen Evaluation - das Berliner Bildungsprogramm. Fundament der externen Evaluation ist die Selbstdarstellung der Kita, die das Team zu allen Aufgabenbereichen in der „Teameinschätzung" notiert und im „Einrichtungsbogen", in dem Strukturdaten der Einrichtung und Aussagen zur Vernetzung mit dem sozialen und kulturellen Umfeld der Einrichtung sowie zur Fortbildung der Erzieherinnen erhoben werden.
Bezug zwischen interner und externer Evaluation
Interne und externe Evaluation sind eng miteinander verbunden, sind zwei Seiten des Prozesses zur Qualitätsentwicklung, die ineinander greifen. Entsprechend muss die interne Evaluation auch nicht abgeschlossen sein, wenn die externe Evaluation beginnt. Das Ergebnis der externen Evaluation kann die Entscheidung für die interne Evaluation bestimmter Aufgabenbereiche anstoßen bzw. unterstützen.
Auswertung der Ergebnisse
In Vorbereitung der Auswertung werden von der Evaluator/in die Informationen aus allen Instrumenten zusammengetragen, die in Gesprächen, Beobachtungen und der Analyse von Dokumenten erhoben wurden.
In einem ca. drei- bis vierstündigen Auswertungsgespräch erfolgt dann eine Rückmeldung der Evaluator/in an die Beteiligten (pädagogische Fachkräfte, Trägervertreter und bei Wunsch der Kita auch Eltern). In diesem fachlich fundierten Bericht wird die Innensicht der Kita und die externe Sicht entlang der 8 Aufgabenbereiche des Berliner Bildungsprogramms miteinander in Beziehung gesetzt. Dabei geht es um die bereits erreichte Qualität der pädagogischen Arbeit in der Kita und um die durch die externe Evaluation erhobenen Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.
Im Auswertungsgespräch werden die Einschätzungen diskutiert und konkrete Schritte zur weiteren Qualitätsentwicklung unter je gegebenen Rahmenbedingungen beraten. Das bezieht sich auf Zielvereinbarungen mit dem Team sowie auf Maßnahmen zur Unterstützung durch die Fachberatung und den Träger.
Der Träger kann zwischen zwei Auswertungsmodellen wählen:
Modell A
Das Modell A ist das Basismodell, das in allen Kitas Anwendung findet:
Die Auswertung findet in einem Auswertungsgespräch statt. Dieses Gespräch wird schriftlich von der Evaluator/in geplant und von ektimo redaktionell betreut.
Über den Verlauf des Gesprächs und die vereinbarten Maßnahmen wird eine Protokollnotiz erstellt und der Kita übermittelt.
Modell A
Das Modell A ist das Basismodell, das in allen Kitas Anwendung findet:
Die Auswertung findet in einem Auswertungsgespräch statt. Dieses Gespräch wird schriftlich von der Evaluator/in geplant und von ektimo redaktionell betreut.
Über den Verlauf des Gesprächs und die vereinbarten Maßnahmen wird eine Protokollnotiz erstellt und der Kita übermittelt.
oder
Modell B
Für das Modell B kann sich ein Träger entweder gleich zu Beginn oder auch noch im Anschluss an das Auswertungsgespräch entscheiden.
Beim Modell B bekommt die Kita zusätzlich zum Auswertungsgespräch einen detaillierten schriftlichen Auswertungsbericht, der von ektimo redaktionell betreut wird.
Zu diesem Bericht ist ein anschließendes weiteres Gespräch möglich.
Der Bericht und ein mögliches zusätzliches Gespräch müssen zusätzlich vergütet werden.
Nutzen für Kitas und Träger
Im Auswertungsgespräch zur externen Evaluation wird für alle Beteiligten (Team, Eltern, Trägervertreter und Fachberatung) wertschätzend die bisher erreichte Qualität der pädagogischen Arbeit hervorgehoben. Gleichzeitig werden durch die kritisch-konstruktive Einschätzung Entwicklungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten verdeutlicht. Auf der Basis dieser wertenden Einschätzung werden zu jedem Aufgabenbereich konkrete Empfehlungen formuliert, die den pädagogischen Fachkräften Hinweise auf „nächste Schritte" der Entwicklung entlang der Qualitätsansprüche des Berliner Bildungsprogramms aufzeigen. Dadurch werden die Auseinandersetzung mit konzeptionellen Fragen sowie insgesamt Teamentwicklungsprozesse gefördert.
4. Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der Evaluation
In der externen Evaluation wird insgesamt die Qualität der pädagogischen Arbeit in der Kindertagesstätte in Bezug auf die Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms bewertet. In den einzelnen Erhebungs-Instrumenten werden folgende Aspekte erkundet und bewertet:
Allroundbeobachtung:
Gesamteindruck der Atmosphäre und der Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Kita
- Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder
- Anregender Lern- und Erfahrungsraum für alle Bildungsbereiche
- Vielfältige Spielimpulse für alle Bildungsbereiche
- Anregende Raumgestaltung, vielseitige Materialien für alle Bildungsbereiche
- Interkulturelles Leben und lernen
Gruppendiskussion mit Erzieherinnen:
Standpunkte, Einstellungen und fachliche Beurteilungen von Erzieherinnen.
- Bildungsbewegungen der Kinder vielseitig unterstützen
- Beobachten und Dokumentieren
- Kulturelle Vielfalt in der Kita
- Erziehungspartnerschaft mit Eltern
- Gesellschaftliche Entwicklungen und neuere Erkenntnisse zu Bildungsprozessen von Kindern
- Unterstützung von der Leitung bei der Weiterentwicklung der Arbeit
Leitungsbefragung:
Beitrag der Leitung und ihre Sichtweise auf die Qualitätsentwicklung in der Kita
- Sicherung der Voraussetzungen für eine sanfte Eingewöhnung
- Informationen an die Eltern über die Arbeit in der Kita sowie über die Entwicklung ihres Kindes
- Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit
- Kooperation mit dem Träger
- Kooperation mit den Grundschulen und der ergänzenden Betreuung
Trägerbefragung:
Einschätzung des Trägers zur Qualität der Arbeit in der Kita und die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Kita und Träger
- Zusammenarbeit mit der Leiterin/ dem Leitungsteam und mit dem Team bei der Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität der Arbeit auf der Grundlage des Bildungsprogramms
Elterngespräch:
Perspektive der Eltern und ihre Bewertung der Zusammenarbeit sowie ihre Beteiligungsmöglichkeiten.
- Zusammenarbeit mit und Unterstützung der Eltern
- Informationen an die Eltern über die Arbeit in der Kita sowie über die Entwicklung ihres Kindes
- Beteiligung und Mitwirkung an der Arbeit in der Kita
- Voraussetzungen für eine sanfte Eingewöhnung des Kindes in der Kita
- Fragen des Übergangs in die Grundschule
Dokumentenanalyse:
Einschätzung des fachlichen Hintergrundes der verschiedenen Dokumente in der Einrichtung
- Orientierung der Planung und Dokumentation von Projekten am Berliner Bildungsprogramm
- Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung der Kinder
- Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung des Bildungsprogramms in Trägerkonzeption und Kitakonzeption
5. Erhebungsmethoden
Die Ergebnisse aller Instrumente fließen zu gleichen Teilen in die Auswertung ein.
| Instrumente |
x, wenn dieses Instrument eingesetzt wird |
Gewichtung in % |
| Dokumentenanalyse |
x |
|
| Beobachtung der Erzieher-Kind-Interaktionen |
x | |
| Beobachtung der Kind-Kind-Interaktionen |
x |
|
| Beobachtung der Erzieher-Erzieher-Interaktion |
|
|
| Beobachtung der Erzieher-Eltern-Interaktionen |
|
|
| Einschätzung der Raumqualität |
x |
|
| Einschätzung der Materialauswahl und -präsentation |
x |
|
| Mündliche Befragung von pädagogischen Fachkräften |
x |
|
| Fragebogenerhebung bei pädagogischen Fachkräften |
|
|
| Mündliche Befragung der Kita-Leitung |
x |
|
| Fragebogenerhebung der Leitungsperspektive |
|
|
| Mündliche Befragung eines Trägervertreters |
x |
|
| Fragebogenerhebung beim Träger |
|
|
| Mündliche Befragung von Eltern |
x |
|
| Fragebogenerhebung bei Eltern |
|
|
| Sonstiges: |
|
|
| Teameinschätzung |
x |
|
| Einrichtungsbogen |
x |
|
| Summe |
|
100% |
.
.
6. Beispielhafter Ablaufplan einer externen Evaluation
Im Vorfeld der externen Evaluation findet der Besuch einer Dienstberatung der Kita zur Vorstellung von Anliegen und Verfahren der externen Evaluation (ca. 2 Stunden) statt.
Die Evaluation soll (nach dem begleiteten Rundgang mit der Allroundbeobachtung beginnen. Alle Befragungen/ Gespräche und die Dokumentenanalyse können zeitlich ausgetauscht werden.
| 1. Tag |
Zeit |
| Begleiteter Rundgang durch das Haus zur ersten Orientierung |
0,5 Std. |
| Allroundbeobachtung im gesamten Haus |
3-4 Std. |
| Auswertungszeit |
ca. 0,5 Std. |
| Befragung des Leitungsteams |
1,5 Std. |
| Auswertungszeit |
ca. 0,5 Std. |
| Erhebungszeit am 1. Tag (plus Auswertungszeit) |
5-6 Std. |
| 2. Tag |
Zeit |
| Ergänzende Dokumentenanalyse |
ca. 1 Std. |
| Befragung eines Trägervertreters |
1,5 Std. |
| Auswertungszeit |
ca. 0,5 Std. |
| Gruppendiskussion mit Erzieherinnen |
2 Std. |
| Auswertungszeit |
ca. 0,5 Std. |
| Elterngespräch |
1,5 Std. |
| Auswertungszeit |
ca. 0,5 Std. |
| Erhebungszeit am 2. Tag (plus Auswertungszeit) |
6 Std. |
.
| Auswertungstag (ca. 6-8 Wochen später) |
Zeit |
| Auswertungsgespräch mit dem gesamten Team, der Leitung, dem Trägervertreter und ggf. Eltern und der Fachberatung |
3-4 Std. |
| Zeit am Auswertungstag |
3-4 Std. |
7. Welcher Zeitaufwand entsteht für wen in der Kita bzw. beim Träger?
| Beteiligte |
Vorbereitung der Evaluation |
Zeit |
| Leitung |
n Einrichtungsbogen ausfüllen |
ca. 1 Std. |
| n Termine vereinbaren: - für das Elterngespräch und die evtl. Präsenz beim Auswertungsgespräch - für das Trägerinterview und die Trägerpräsenz beim Auswertungsgespräch |
ca. 1 Std. |
|
| n Teilnahme von Erzieherinnen an der Gruppendiskussion organisieren |
ca. 0,5 Std. |
|
| Teamzeit (Erzieher/innen und Leitung) |
n Kenntnisnahme von Informationen zur externen Evaluation |
ca. 1 Std. |
| n Teameinschätzung |
ca. 4 Std. |
| Beteiligte |
Während der Evaluation |
Zeit |
| Leitung |
n Befragung des Leitungsteams |
ca. 1,5 Std. |
| Erzieher/innen |
n Gruppendiskussion mit Erzieher/innen |
ca. 2 Std. |
| Eltern |
n Elterngespräch |
ca. 1,5 Std. |
| Träger |
n Befragung eines Trägervertreters |
ca. 1,5 Std. |
| Beteiligte |
Rückmeldung der Evaluationsergebnisse und Zielvereinbarungen Modell A |
Zeit |
| Teamzeit (Erzieher/innen und Leitung) |
n Auswertungsgespräch |
ca. 3-4 Std. |
| Eltern |
n ggf. Auswertungsgespräch |
ca. 3-4 Std. |
| Träger |
n Auswertungsgespräch |
ca. 3-4 Std. |
| Beteiligte |
Rückmeldung der Evaluationsergebnisse und Zielvereinbarungen Modell B |
Zeit |
| Teamzeit Teamzeit (Erzieher/innen und Leitung) |
n Auswertungsgespräch |
ca. 3-4 Std. |
| n Lesen des Auswertungsberichts |
ca. 2 Std. |
|
| Träger |
n Auswertungsgespräch |
ca. 3-4 Std. |
| n Lesen des Auswertungsberichts |
ca. 2 Std. |
8. Qualifikation der eingesetzten Evaluator/innen
Ausbildung zum/r externen Evaluator/in
Die Ausbildung zur externen Evaluatorin/ zum externen Evaluator erfolgt durch das Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi).
Die Ausbildung umfasst acht Kurstage und drei Praxisphasen, in denen die Erhebung und das Auswertungsgespräch vorbereitet, durchgeführt und reflektiert werden. Weiterhin werden die Protokollnotiz und der Auswertungsbericht vorbereitet, geschrieben und reflektiert.
Qualifikationen nach der Ausbildung zum/r externen Evaluator/in
- Die eingesetzten Evaluator/innen verfügen nach der Ausbildung über folgende Qualifikationen:
- Die Kenntnis allgemeiner Standards von Evaluationen, insbesondere der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Evaluation
- Schnelle und differenzierte Wahrnehmung bei der Praxisbeobachtung
- Stärken und Potentiale des Ist-Zustandes erkennen und wertend hervorheben
- Entwicklungsnotwendigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten im konkreten Kontext in Form von Empfehlungen aufzeigen
- Gesprächsführungskompetenz, Kompetenz in Konfliktgesprächen
- Innensicht und Außensicht verknüpfen
- Konstruktiv-kritische Wertungen entlang der vereinbarten fachlichen Kriterien zum Berliner Bildungsprogramm formulieren
- Eine konstruktiv-kritische und differenzierte Rückmeldung für das Auswertungsgespräch (und ggf. im schriftlichen Auswertungsbericht) formulieren.
9. Kosten der externen Evaluation
Die Kosten für eine externe Evaluation umfassen:
- die gesamte Durchführung durch die externe Evaluator/in
- die Koordination und Qualitätssicherung der Evaluationen durch ektimo - Gesellschaft für Evaluation in Kindertageseinrichtungen und
- die Lizenzgebühr an die Internationale Akademie (INA) als Verfahrensinhaberin.
Die Kosten für eine externe Evaluation betragen:
Modell A: 2100,- € (excl. Mwst.)
Modell B: 2900,- € (excl. Mwst.)

